MUSKELKATER UND MUSKELKRÄMPFE

Muskelkater“ wird nicht – wie viele Sportler denken – durch eine Milchsäurebildung im Muskel verursacht, da deren Halbwertszeit im menschlichen Körper nur 20 Minuten beträgt. Die Beschwerden werden vielmehr durch eine Überlastungsschädigung der Muskelfasern (Riss der sogenannten „Z-Scheiben“) mit nachfolgender Entzündungsreaktion verursacht. Dadurch ist die Muskelkraft des Sportlers am 2. Tag der Beschwerden am stärksten herabgesetzt, das Schmerzmaximum liegt im Allgemeinen zwischen dem 2. und 4. Tag (Höhepunkt der Muskeleiweißwerte im Blut). Die Muskelfaserschädigungen sind im üblicherweise ab dem 6. Tag wieder abgeheilt.

Viele Wissenschaftler beschreiben nach der Abheilung eine „Schutzwirkung“ vor erneutem Muskelkater für etwa 6 Monate für die ausgeübte Sportart. Studien haben gezeigt, dass eine unveränderte Fortsetzung des Trainings unter bestehenden Muskelkaterbeschwerden die Abheilung erheblich verzögert! Daher wird bei Muskelkater eine Trainingspause von 5-7 Tagen mit täglichen Eismassagen und begleitenden leichten Beweglichkeits- und Koordinationsübungen empfohlen, ggf. in Kombination mit Sportmassagen und leichtem Schwimmtraining.

Muskelkrämpfe – oft sind die Wade oder der hintere Oberschenkel betroffen – können während der sportlichen Aktivität oder in den Ruhephasen (häufig nachts) vorkommen. Die Ursachen sind sehr vielfältig und reichen von Fußfehlstellungen über Überhitzung und Überlastungszustände bis zu Menstruations-, Medikamenten- und Infekteinfluss. Vorbeugend wirken gezieltes Krafttraining, sportphysiotherapeutische Lockerungs- und Dehnungsübungen (nach dem Sport), bedarfsgerechte Ernährung, Ausgleich orthopädischer Fehlstellungen und Nikotin- und Alkoholverzicht. Kündigt sich ein Krampf an, sollte eine Sportunterbrechung zugunsten von Dehnung und nachfolgender Massage der verkrampften Muskulatur erfolgen.

Die Einnahme von Magnesium kann auch ohne vorbestehenden Magnesiummangel die Krampfschwelle der Muskulatur anheben. Magnesiumeinnahme führt jedoch selten zu anhaltendem Erfolg. Bei hohen Dosierungen von Elektrolytpräparaten besteht die Gefahr von Durchfällen. Falls Sie Elektrolytlösungen einnehmen wollen, sollten Sie diese vor dem Wettkampftag ausreichend auf Verträglichkeit getestet haben. Besteht hartnäckig eine nächtliche Krampfneigung kann der Sportmediziner nach entsprechender Ursachenabklärung und Klärung von Kontraindikationen die abendliche Einnahme von Chinintabletten über 2-4 Wochen Dauer veranlassen.

© Dr. med. Gerrit Borgmann & Dr. med. Ralph Schomaker

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