VITAMIN D

Nun steht die dunkle Zeit des Jahres vor der Tür. Die Kraft des Sonnenlichtes nimmt ab und es ist vielleicht ein guter Zeitpunkt sich einmal mit dem „Sonnenvitamin“ D zu beschäftigen, da eine Unterversorgung vor allem im Winter problematisch ist. 30-70% der Deutschen gelten in dieser Zeit als unterversorgt. Wenn man es genau nimmt, ist es eigentlich gar kein Vitamin sondern ein lebenswichtiges  fettlösliches Prohormon (Hormonvorstufe). Wie wichtig es ist, wurde lange Zeit unterschätzt. Mittlerweile zeigen aber zahlreiche Studien, dass es in  der Vorbeugung zahlreicher Krankheitsbilder eine entscheidende Rolle spielt. Hierzu gehören z.B.: Osteoporose, metabolisches Syndrom, Diabetes, Krebserkrankungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Demenzen und Infektneigungen. Wer also denkt, eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D führt nur zu starken Knochen, der kennt nur einen kleinen Teil der Wahrheit.

Etwa 90% unseres Vitamin D entstehen über Sonneneinstrahlung und 10% werden über die Nahrung (v.a. fettreicher Fisch) aufgenommen. Zwischen Mitte Oktober und Mitte April kommt die Vitamin-D-Produktion der meisten Menschen in Deutschland nahezu vollständig zum Erliegen.

Daher halten viele Experten eine ärztliche Bestimmung des Blutspiegels nicht nur für Risikogruppen für sinnvoll. Als optimal werden derzeit Werte zwischen 30 bis 60 ng/ml diskutiert. Unterhalb eines Wertes von 20 ng/ml drohen erste Gesundheitsrisiken. In diesem Fall sollte eine bedarfsgerechte Supplementierung von Vitamin D zumindest über das Winterhalbjahr erfolgen. Die Kosten sind überschaubar und betragen für den Gesamtjahresbedarf meist ca. 40-50 €.

Um den empfohlenen Vitaminspiegel von 30-60 ng/ml zu erreichen, bedarf es bei den meisten Menschen der täglichen Gabe von 600-4000 I.E. Vitamin D. Eine Bedarfsdeckung ausschließlich über die Nahrung ist nicht leicht erreichbar: So enthalten 100g Hering oder 400g Thunfisch „nur“ etwa 800 I.E.

Für Sportler interessant sind auch aktuelle Studien zur Bedeutung von Vitamin D für die sportliche Leistungsfähigkeit. Diese ist bisher nur in Ansätzen erforscht. Es scheint aber so zu sein, dass Vitamin D-Mangel mit sinkender Sprungkraft, Sprunghöhe, Sprunggeschwindigkeit sowie mit Gangunsicherheit und steigendem Sturzrisiko einhergehen. Dazu passt die Beobachtung, dass unter Vitamin-D-Mangel ein deutlicher Rückgang an schnellkräftigen Muskelfasern (Typ II-Fasern, „Fast-Twitch-Fasern“) nachweisbar ist. Bei Vitamin-D-Zufuhr konnte eine Verdopplung des Anteils schnellkräftiger Muskelfasern beobachtet werden, wohingegen die Menge an langsam zuckenden Muskelfasern (Typ I-Fasern, „Slow-Twitch-Fasern“) nicht zunahm. Unter Vitamin-D-Gabe nahm zudem die Muskelkraft der hüft- und kniegelenkführenden Muskulatur deutlich zu und das Sturzrisiko älterer Patienten konnte um bis zu 60% gesenkt werden.

Zusammenfassend ist der Vitamin-D-Spiegel für Sportler also nicht uninteressant und das gilt nicht nur für „Osteoporose-Kandidaten“ und Sportler mit Stressfrakturen. Im Sommer ist es leicht für eine ausreichende Sonnenexposition zu sorgen. In der dunklen Zeit des Jahres fällt das erheblich schwerer und es gibt es für Sportler gute Argumente, den Spiegel in den Wintermonaten einmal kontrollieren zu lassen.

© Dr. med. Gerrit Borgmann & Dr. med. Ralph Schomaker

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